Einbrecher nutzen frühe Dunkelheit: Polizei startet Grossaktion bis Ende Februar

(Kanton Zürich ZH). Einbrüche verhindern – das ist das Ziel der Aktion zur Bekämpfung von Einbruchskriminalität.

Die Kantonspolizei Zürich führt parallel zur Kampagne der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) Einsätze zusammen mit diversen weiteren Polizeikorps durch. Die Aktion dauert bis Ende Februar 2027.

Polizei.news | Schweiz | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aktion: Gemeinsame Bekämpfung der Einbruchskriminalität.
  • Beginn: November 2026.
  • Dauer: Bis Ende Februar 2027.
  • Federführung: Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Polizeikorps.
  • Präventionskampagne: „Einbruch in Sicht – Bei Verdacht Tel. 117 – Gemeinsam gegen Einbruch“ der Schweizerischen Kriminalprävention.
  • Besonderes Risiko: Einbrüche während der früh einsetzenden Dämmerung und an dunklen Tagen.
  • Betroffene Objekte: Einfamilienhäuser, Wohnungen, Kellerräume und Gewerbeliegenschaften.
  • Polizeiliche Massnahmen: Verstärkte Patrouillen und erhöhte Kontrolltätigkeit.
  • Einbruchschutz: Kostenlose individuelle Sicherheitsberatungen für Privatpersonen und Gewerbetreibende im Kanton Zürich.
  • Zusammenarbeit: Stadt-, Gemeinde- und Kantonspolizeien aus mehreren Regionen der Schweiz.
  • Notruf: Bei verdächtigen Beobachtungen die Polizei unter 117 verständigen.

Einbrecher nutzen die frühe Dämmerung

Mit Beginn der Winterzeit nimmt die Zahl der Einbrüche tendenziell zu. Täter nutzen die düstereren Tage und als auch die früh einsetzende Dämmerung, um Einbrüche in Einfamilienhäuser, Wohnungen, Kellerräume von Mehrfamilienhäusern und Gewerbeliegenschaften zu begehen.

Polizei warnt vor verdächtigen Personen in Wohnquartieren

Seien Sie auch vorsichtig, wenn unbekannte Personen durch Ihr Quartier streifen, an der Haustür betteln, hausieren oder scheinbar Hilfe suchen. Oft wird Ihre Hilfsbereitschaft skrupellos ausgenutzt.

Bei Verdacht Telefon 117 – Polizei verstärkt Patrouillen

Während der Kampagne der Schweizerischen Kriminalprävention „Einbruch in Sicht – Bei Verdacht Tel. 117 – Gemeinsam gegen Einbruch“ machen Plakate und Flugblätter die Bevölkerung darauf aufmerksam, bei verdächtigen Beobachtungen die Notrufnummer 117 zu wählen. Die Polizei verstärkt zudem ihre Patrouillen und erhöht die Kontrolltätigkeit.

Kostenlose Einbruchschutzberatung für Häuser und Gewerbebetriebe

Die Polizei bietet kostenlose und individuelle Einbruchschutzberatungen an, bei der Schwachstellen an Liegenschaften von Privatpersonen und Gewerbetreibenden im Kanton Zürich analysiert und Lösungen aufgezeigt werden. Ein Termin kann online über den untenstehenden Link der Kantonspolizei Zürich gebucht werden.

Polizeikorps aus mehreren Kantonen beteiligen sich

Die Kantonspolizei Zürich führt diese Aktion zusammen mit den Stadtpolizeien von Zürich und Winterthur sowie weiteren kommunalen Polizeien des Kantons Zürich und Aargau, den Kantonspolizeien Solothurn, Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie verschiedenen Polizeikorps des Ostschweizer und Zentralschweizer Konkordats durch.

Weitere Informationen zum Thema Einbruchschutz finden Sie unter folgenden Links:

  • Einbruch & Diebstahl – Diebstähle verhindern
  • Schweizerische Kriminalprävention – Einbruchschutz & Einbruchsprävention
  • Sicheres Wohnen Schweiz – Gegen Einbruch kann man sich schützen!

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Bildquelle: Symbolbild © Polizei.news


Polizei.news informiert | Einbruchschutz und Prävention

Dämmerungseinbrüche verhindern: Sieben wirksame Schutzmassnahmen für Ihr Zuhause

Wenn es im Herbst und Winter früh dunkel wird, lässt sich von aussen häufig leichter erkennen, ob in einem Haus oder einer Wohnung jemand anwesend ist. Ein wirksamer Einbruchschutz beginnt deshalb bereits bei einfachen Verhaltensweisen. Besonders sinnvoll ist es, technische Sicherungen, gute Gewohnheiten und aufmerksame Nachbarschaften miteinander zu kombinieren.

1. Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit abschliessen

Eine zugezogene Haustür ist nicht unbedingt abgeschlossen. Auch gekippte Fenster stellen ein Sicherheitsrisiko dar, weil sie den Zugang zu Wohnräumen erleichtern können.

Schliessen Sie Haus-, Balkon- und Terrassentüren konsequent ab. Kontrollieren Sie vor dem Verlassen der Wohnung sämtliche Fenster. Das gilt auch, wenn Sie nur kurz einkaufen gehen oder sich im Garten aufhalten.

2. Anwesenheit mit Licht simulieren

Ein dauerhaft dunkles Haus kann während der Abendstunden den Eindruck erwecken, dass niemand zu Hause ist.

Zeitschaltuhren oder geeignete smarte Beleuchtungssysteme können einzelne Lampen automatisch ein- und ausschalten. Sinnvoll sind wechselnde Beleuchtungszeiten, die zu den gewöhnlichen Lebensgewohnheiten passen. Achten Sie bei längerer Abwesenheit zusätzlich darauf, dass überfüllte Briefkästen oder dauerhaft geschlossene Rollläden keine unnötigen Hinweise liefern.

3. Türen und Fenster mechanisch sichern

Einbrecher nutzen häufig leicht zugängliche Fenster, Terrassentüren oder schwach gesicherte Eingänge. Mechanische Sicherungen können den Zeitaufwand für ein gewaltsames Eindringen erhöhen.

Geprüfte einbruchhemmende Beschläge, geeignete Schliesszylinder und stabile Türrahmen können den Schutz verbessern. Welche Massnahmen sinnvoll sind, hängt von der Bauweise und den vorhandenen Schwachstellen ab. Eine polizeiliche Sicherheitsberatung kann bei der Beurteilung helfen.

4. Keller, Garagen und Nebenräume nicht vergessen

In Mehrfamilienhäusern können Kellerabteile, Veloräume und Tiefgaragen zusätzliche Zugangsmöglichkeiten und Diebstahlziele darstellen.

Achten Sie darauf, dass Aussentüren und Zugänge zu gemeinschaftlich genutzten Räumen zuverlässig schliessen. Lagern Sie besonders wertvolle Gegenstände möglichst nicht offen sichtbar. Beschädigte Schlösser oder nicht mehr richtig schliessende Türen sollten der Verwaltung gemeldet werden.

5. Gute Nachbarschaft erhöht die Aufmerksamkeit

Menschen, die sich in einem Quartier kennen, bemerken ungewöhnliche Vorgänge unter Umständen schneller. Ein regelmässiger Austausch kann auch während längerer Abwesenheiten hilfreich sein.

Informieren Sie eine vertrauenswürdige Nachbarperson, wenn Sie für längere Zeit verreisen. Sie kann beispielsweise den Briefkasten leeren oder auf offensichtliche Auffälligkeiten achten. Veröffentlichen Sie Ihre Abwesenheit nicht unnötig im Voraus in sozialen Netzwerken.

6. Bei konkretem Einbruchverdacht die 117 wählen

Wer beobachtet, dass sich jemand an verschlossenen Fenstern oder Türen zu schaffen macht, ungewöhnliche Einbruchgeräusche hört oder andere konkrete Hinweise auf eine Straftat bemerkt, sollte die Polizei verständigen.

Rufen Sie den Polizeinotruf 117 an und beschreiben Sie möglichst genau, was Sie tatsächlich beobachtet haben. Nennen Sie den Ort und relevante Angaben zu Personen oder Fahrzeugen. Versuchen Sie nicht, verdächtige Personen selbst zu verfolgen oder festzuhalten. Die Beurteilung des Sachverhalts ist Aufgabe der Polizei.

7. Nach einem Einbruch keine Spuren verwischen

Wenn Sie nach Hause kommen und eine aufgebrochene Tür, eingeschlagene Scheiben oder andere Einbruchspuren feststellen, kann sich die Täterschaft möglicherweise noch im Gebäude befinden.

Betreten Sie die Räume bei einem entsprechenden Verdacht nicht und alarmieren Sie die Polizei. Räumen Sie nach einem Einbruch nicht sofort auf und vermeiden Sie unnötige Berührungen an möglichen Spuren. Eine Liste mit Fotos und Angaben zu wertvollen Gegenständen kann später bei der Schadenaufnahme hilfreich sein.

Gut zu wissen: Einbruchschutz funktioniert am besten als Kombination aus organisatorischen, baulichen und technischen Massnahmen. Eine Alarmanlage kann einen Einbruchversuch melden, ersetzt aber keine gut gesicherten Türen und Fenster. Polizeiliche Sicherheitsberatungen helfen dabei, die Massnahmen an die konkrete Wohnsituation anzupassen.

Praktischer Tipp: Machen Sie heute Abend einen kurzen Sicherheitsrundgang: Sind alle Fenster verschlossen? Ist die Haustür tatsächlich abgeschlossen? Funktioniert die Aussenbeleuchtung? Sind Keller- und Garagentüren gesichert? Notieren Sie Schwachstellen, die Sie in den nächsten Tagen verbessern möchten.

Weitere Informationen: Zusätzliche Empfehlungen zur Einbruchprävention finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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